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Fortsetzung:
Restaurierung – Aufbau –
Einweihung
1823 baute der Müller Georg
Süllwald etwa 100 Meter bachaufwärts vom jetzigen Standort
entfernt seine Mühle. Gleichzeitig wurden auch ein Stauwehr und
eine Brücke für die Winterbergstraße errichtet. 1862, so weist
es die Chronik des Heimatvereins aus, erwarb Conrad Kuhl den
Betrieb. Seitdem hieß das Gebäude „Kuhlsche Mühle". Dabei blieb
es auch, als 1952 Richard Klimpel die Mühle übernahm, nachdem
sie bis dahin von den Nachfahren Kuhls 90 Jahre lang betrieben
worden war. Nach einem Brand wurde das historische Gebäude dann
1975 abgebrochen. Der Heimatverein übernahm das Rad und die
Mahlsteine. Diese wurden zunächst auf dem Union-Platz (heute
Lohmeier Schaltschränke) gelagert.
1989 schließlich trat das Rad den
vorletzten Teil seiner Wanderung an. Im Gemeinschaftskraftwerk
im benachbarten Veltheim, so hatte der Betriebsleiter des
E-Werks, der Vlothoer Rudolf Tewes, vorgeschlagen, sollte es von
den Kraftwerksschmieden repariert werden. |
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Ein halbes Jahr Arbeitszeit nahm
die Instandsetzung des Rades in Anspruch. Schrottreif
angeliefert, wurde es zunächst bis auf Nabe und Welle
demontiert. Die GKW-Schmiede fertigten neue Eisenspeichen an,
schmiedeten Hakenschrauben und Formeisen für die Aufnahme der 42
Holzschaufeln des mittelschlächtigen Wasserrades. Nacheinander
wurden Nabe, Speichen, Reifen und Schaufelblätter wieder
zusammengesetzt.
Das Wasserrad, 1823 in Vlotho
erstmals in Betrieb gesetzt, tritt am
Sonnabend dem 6. Juli 1991 seine letzte Fahrt an. Mit
Polizeieskorte bringt ein Lastzug das vier Tonnen schwere
„Riesenrad" nach Vlotho. Das geht nicht ohne Komplikationen ab.
Die Männer des Kraftwerks, die die Strecke vorher schon
ausgemessen haben, müssen eine Stromversorgungsleitung kappen,
um den Transport gefahrlos hinter sich zu bringen. Ein schwerer
Kran hievt schließlich Rad nebst Halterung auf einen Betonsockel
am Forellenbach, gegenüber der Klosterstraße. Es folgen die
letzten Schweißarbeiten, dann steht es fest.
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Das Gebäude der Kuhlschen Mühle ist
bereits abgebrochen. Nur das Wasserrad ist noch am seinem alten
Platz. Gegenüber ist das Feuerwehrhaus sichtbar. Foto: Jan.
1975. |
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Die Einweihung des
Mühlenrad-Denkmals fand am Samstag dem 13. Juli 1991 vor
einer großen Zuschauerkulisse statt.
Der Platz des Rades war übrigens
nicht zufällig gewählt worden. An dieser Stelle zweigte früher
der Graben ab, der die älteste Vlothoer Mühle, die Klostermühle
(erbaut um 1250), mit Wasser versorgte.
Siehe dazu:
Stichwort
Klostermühle
auf der Seite
"Weitere Straßen"
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