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Brücken aus Holz, Stein, Eisen und
Beton an der Weserstraße
Die erste Brücke, ein im Jahre
1648 erbautes hölzernes Produkt, wurde 1768 zerstört. Sie war so
konstruiert, dass man sie auf einem Bohlenbelag überqueren
musste. Die Bohlen waren alle vier Jahre erneuerungsbedürftig.
Ein aufwendiger Nachteil. Bürgermeister Mühlenfeld hielt es
daher für zweckmäßig, die Ersatzbrücke aus Steinen zu errichten.
Er scheiterte jedoch mit seinem Vorhaben. Die verantwortliche
Baubehörde bei der Kriegs- und Domänenkammer Minden sperrte sich
beharrlich wegen der entstehenden Mehrkosten. Die Baukosten für
eine steinerne Brücke waren nämlich mit 547 Taler veranschlagt
worden und die für eine hölzerne vergleichsweise mit nur 239
Taler. Das schließlich um eine letztgültige Entscheidung
ersuchte Berliner Ministerium befahl „respektierlich" den Bau
einer Holzbrücke. 1772 endlich war es dann soweit, dass wieder
eine Brücke über den Mühlenbach führte. Ein Teil der Kosten
wurde durch den Verkauf von Ländereien, die sich im Eigentum der
Stadt befanden, aufgebracht.
Bereits 1796 war es erneut um die
Brücke geschehen. Sie wurde teilweise vom überflutenden Bach
fortgerissen. Man behalf sich über Jahre hinweg mit den
Überresten. Der Behelf indes war dadurch erträglicher, dass man
bis zu einer gewissen Möglichkeit die in der Winterbergstraße
„bei der Kuhls-Mühle" vorhandene hölzerne Bachbrücke nutzen
konnte. Dazu trug auch die Bachbrücke in der Valdorfer Straße
mit bei. Der Volksmund nannte sie „Totenbrücke“, weil über sie
auch der Weg nach dem Friedhof führte.
Im Jahre 1877 endlich machte ein
aus Eisen konstruierter Neubau, dessen Kosten sich auf 7.000
Mark beliefen, dem brückenbaulichen Ungemach an der Weserstraße ein Ende.
Der aus Eisen konstruierte
Brückenbau an der Weserstraße, der die Aufgabe des
Straßenverkehrs erfüllte, war Voraussetzung dafür, dass die
dampfbetriebene Kleinbahn im Jahre 1900 ihren Betrieb aufnahm.
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