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Fortsetzung:
In ihren
Mußestunden interessierten sich die Schlüters mit neugieriger Vorliebe
für alles, was sich auf der Straße tat. Straße...? Davon kann wohl kaum
die Rede sein, denn sie wies nicht einmal ein Kopfsteinpflaster auf.
Damit nun die Hausbewohner ihrer Neugierde frönen konnten, war nach der
Straße zu die eine Stubenseite als „Stuben-Utlucht" (Ausblick) etwas
vorgezogen worden. Ein Erscheinungsbild, wie es auch das 1684 errichtete
Malzsche Fachwerkhaus
(Lange Straße Nr. 136),
ein Produkt hoher künstlerischer Handwerkstätigkeit, bietet. Auch das
unweit davon bestehende Sturhannsche Fachwerkhaus
(heute Konditorei Leunig – Markt Café)
weist eine „Utlucht" auf. Im Jahre 1684 zählte die Stadt Vlotho als
solche, die umliegenden Ortschaften ausgenommen, 212 Hausnummern, die
sich bis 1840 nur auf 240 erhöhten. |
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Joseph Berkenkopf erwarb 1858 die beiden
Schlüterschen Häuser käuflich, die nunmehr als Höltkebruchstraße l und
la ausgewiesen wurden. Im größeren der beiden Häuser richtete er eine
Zigarrenkistenfabrik ein. Das kleinere benutzte er für Wohnzwecke seiner
fünfköpfigen Familie. Seine Nachfolgeschaft trat bald nach dem Zweiten
Weltkrieg sein vormaliger Mitarbeiter Hans Schmitz an.
Nachdem die Zigarrenkistenfabrik ihre
Existenz aufgegeben hatte, gingen beide Berkenkopfschen Häuser 1956 in
das Eigenturn des Getreidehändlers Wilhelm Bernsmeier über. Er ließ sie
wegräumen und ersetzte sie durch einen Neubau, der seitdem im
Straßenregister unter der Bezeichnung „Am Roseneck Nr. 1“ geführt wird.
Zuvor hatte Bernsrneier bereits im Hintergrund eine hohe Stützmauer aus
Beton gießen lassen. In Verbindung mit dem Abbruch der beiden
Fachwerkhäuser wurde |
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Höltkebruchstraße Nr. 1 um 1948.
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auch der
dazugehörige rechtsseitig
vorhandene „schiefe Kamp" abgetragen.
Seines Zeichens ein terrassenförmig angelegter und bepflanzter Garten,
den eine Bruchsteinmauer, die wirkungsvoll in Streben unterteilt war,
abstützte. Nachdem das gut 20 Meter in den Berg eingelagerte Erdreich
weggeschafft worden war, wurde die bereits hinter dem Neubau vorhandene
Betonmauer vollendet, d.h. um viele Meter verlängert. Auf diese Weise
wurde so die Vorbedingung für den Bau des Geschäfts- und Wohnhauses
Lange Straße 135 a erfüllt, in dem heute
Quick-Schuh ansässig ist.
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