Fachwerkhaus Poststraße. Foto: um 1900.

 

 

Links im Bild ein Transportkarren mit den Initialen "W.S." der Firma Sander.

 

 

 

Fortsetzung:

 

Da der Giebel verbreitert ist, dürften nur Stroh und Heu auf dem Dachboden gelagert worden sein. Durch die Klapptür im Giebel wurden Stroh und Heu wieder heruntergeworfen; über der Haustür staubte es beim Herunterwerfen doch wohl zu sehr.

 

Der massiv aus Ziegeln errichtete Anbau passt nicht zum Haus. Vermutlich wurde er später angebaut. Es fällt auf, dass der Anbau nur zur Straßenseite hin verputzt ist. Die Wand zum Nachbargrundstück ist im Kreuzverband errichtet. Im Hintergrund des Bildes sind Gebäudeteile der Maschinenfabrik Wilhelm Sander und Sohn zu erkennen.

Die Poststraße ist gepflastert. Die Dachentwässerung erfolgte oberflächig durch zwei Fallrohre in die Gosse. Der Einlaufschacht war bis zur Umgestaltung der Poststraße vorhanden.

Das Fachwerkhaus wurde Anfang der 1930er Jahre abgerissen. Ersetzt wurde es durch einen Neubau, den der Fabrikant Sander zwecks Fabrikationserweiterung errichtete. Während des Krieges

 

Haus, Poststraße Nr. 2.

Ist heute nicht mehr vorhanden.

wurden in diesem Neubau von

dienstverpflichteten Männern und Frauen Granaten gedreht. Alle Gebäude der Firmen Sander und Hoffmann mussten der Stadtsanierung weichen. Nur ein eisernes Geländer, allerdings versetzt und in anderer Form, ist heute noch vorhanden.

Wie auf dem Bild ersichtlich, war das Dach des Anbaus zur Zeit der Aufnahme beschädigt. Zwei Handwerker haben gerade eine Leiter aufgestellt, um den

Auf dieser Zeichnung ist das Haus von der Ostseite

sichtbar. (alle Häuser sind nicht mehr vorhanden).

Schaden zu beheben. Ihre Fahrräder mit den Aktentaschen stehen am Eisenzaun.