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Bäcker-Zunft

 

Fritz Schürmann

* 1898 - † 1977

 

Hedwig Schürmann

geb. Grübbel

* 1902 - † 1983

 

Fritz Schürmann

* 1930 - † 1988

 

Margarete Schürmann

geb. Wattenberg

* 1933 - † 2000

 

 

 

 

 

 

 

Das Bäckerhandwerk zählt zu den ältesten und traditionsreichsten Handwerken. Die Kunst des Brotbackens selbst kann aber schon auf eine mehr 7.000-jährige Geschichte zurückblicken, aus der sich im Laufe der Zeit das traditionelle und stets zukunftsorientierte Bäckerhandwerk mit den Berufen des Bäckers und der Bäckereifachverkäuferin entwickelt hat.

 

 

 

 

Fortsetzung:

 

Mehrere Lehrlinge wurden von Fritz Schürmann im Bäckereihandwerk ausgebildet. Viele Gesellen erhielten nach Abschluss ihrer erfolgreichen Lehrzeit eine Anstellung. Einige davon zählten über Jahrzehnte zum festen Stamm des Betriebes. Es waren in der Regel zwei Meister, zwei Gesellen und ein Lehrling, die in der Backstube beschäftigt waren. Ferner waren immer wieder Aushilfskräfte im Einsatz, um in Stoßzeiten auszuhelfen.

 

Schürmann verkaufte neben Backwaren auch Lebensmittel des täglichen Bedarfs. Als 1969 bereits einige Tante-Emma-Läden in Vlotho anfingen ihr Geschäfte aufzugeben entschied man sich, die Verkauffläche des Lebensmittelgeschäftes zu erweitern. In kurzer Zeit erfolgte ein Umbau. Das alte Ladengeschäft wurde durch einen nicht all zu großen, aber modernen Anbau ersetzt. Große Schaufenster prägten von nun an das Geschäftshaus. Noch heute erinnern sich frühere Kinder gerne an die

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Das neue Ladengeschäft ab Juli 1969.

Weihnachtsdekoration, als in den Schaufenstern große Knusperhäuschen standen.

Anfang der 1970er Jahre, als Fritz (geb. 1898) Schürmann bereits das Rentenalter erreicht hatte, übergab er den Betrieb an seinen Sohn Fritz (geb.1930). Es folgten zunächst erfolgreiche Jahre, in denen es stetig aufwärts ging. Als aber die Zeit der Discounter und Großmärkte begann, wurden die kleinen Handwerksbäckereien aus dem Markt gedrängt. Ein kostendeckendes Arbeiten war nicht mehr möglich.

 

Mit der Schließung der Bäckerei Schürmann im März 1981 verloren die Vlothoer Bürger ein ihnen anvertrautes Familiengeschäft.

 

 

 

 

Oben:

Margarete Schürmann die meist im Innendienst tätig war, liefert hier Backwaren mit einem "Goliath Dreirad" aus.

Foto: um 1952.

 

Dies ist wohl das älteste Gebäude-Foto der Oelbrinkstr. 211 (später Nr. 3) und dürfte um 1900 aufgenommen worden sein.

 

 

Das alte Ladengeschäft. Diese Aufnahme dürfte um 1915 entstanden sein. Links ist noch ein Pferdewagen sichtbar. Mit auf dem Foto sind: v.r.n.l. Fritz (geb.1898) Schürmann, sein Bruder Willi und ein Bäckergeselle.

 

 

Wohn- und Geschäftshaus der Bäckerei Schürmann. Das genaue Baujahr ist nicht bekannt. Sicher ist, dass es vor 1888 erbaut wurde. Foto: um 1955 aus Richtung Dammstraße (heute nicht mehr vorhanden) aufgenommen.

 

 

Das älteste erhaltene Foto zeigt das Arbeiten am Backofen. Mit auf dem Foto sind: v.r.n.l. Opa Fritz (geb.1866), Sohn Fritz (geb.1898) und sein Bruder Willi. Foto: 1934.

 

 

Als die Backwaren noch mit dem Pferdewagen ausgeliefert wurden, ist auf diesem Bild zu sehen. - Hier an der Ecke Obergstraße / Lange Straße.

Links ist die Getreidehandlung Bernsmeier, in der Mitte der Oberg und rechts ist die Kohlenhandlung Wiemann sichtbar. Mit auf dem Foto ist der Auslieferer der Bäckerei Schürmann, der Kutscher August Sellmann, daneben spielende Kinder.

Foto: um 1925.

 

 

Aushilfskräfte an belebten Wochenenden waren Günter Habsmeier (li) und Wilfried Diekmann, der im schwiegerelterlichen Betrieb in seiner Freizeit aushalf.

Hier an der Straße „Lange Wand“ um 1962.

 

 

Auch ein Teil der Vlothoer Tante-Emma-Läden wurden von der Bäckerei Schürmann mit Backwaren beliefert. Wie hier das Lebensmittelgeschäft Gießelmann an der Höltkebruchstraße, das bis 1975 bestand. Hier wird die Backware von Fritz (geb.1898) Schürmann ausgeliefert. Foto: um 1973.