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Geschichte der Ölmühle an der Oelbrinkstraße
Nach dem 30-jährigen Krieg wechselte die Mühle, wie sich belegen lässt, sehr oft den Eigentümer. Sie gehörte zunächst dem Geheimen Rat Meinders in Bielefeld. Der verkaufte sie an den Vlothoer Kriegs- und Domänenrat Redeker. Dessen Erben „versilberten", wie es wörtlich im Nachlass-Vertrag heißt, die Mühle 1764 an den damaligen Bürgermeister Johann Heinrich Mühlenfeld. Infolge Konkurses verlor Mühlenfeld das Eigentum an der Mühle zugunsten der Familie Brandt. Gustav Brandt ließ 1866 das als Mühle dienende Gebäude abbrechen. Er ersetzte es durch einen Neubau aus Horststeinen. 1884 verkaufte die Witwe Johanne Brand, geb. Primavesi, die neu erbaute Mühle an zwei Fabrikanten aus Goslar. 1888 war die Mühle Eigentum der bekannten Vlothoer jüdischen Familien Grundmann, Steinberg und Stern, die 1898 der Ölmühle die Getreidemühle angliederten. Die letzten der noch auftretenden Eigentümer waren Heinrich Niedergerke (1897) und Emil Rohland (1955). Bei ihnen handelte es sich im Gegensatz zu allen Vorgängern erstmalig um von Haus aus gelernten Müller.
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Der abgebildete Mahlstein eines alten Getreidemahlwerks, der das Fabrikgebäude an der Seitenfront ziert, hält symbolisch die Erinnerung wach, die sich mit der Ölmühle auf dem Ölbrink verbindet.
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Links: Die Ölmühle und die Dammstraße. Unten im Bild ist die Zufuhr des Forellenbaches gut sichtbar.
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Kaufmann Rudolf Timpe, nahm die „wanderfreudige" Steintafel an sich und gab ihr einen neuen Platz in seinem an der Steinstraße errichteten Wohnhaus-Neubau.
Das lateinische Chronogramm gibt – anders als von Dr. Großmann errechnet – das Umbaujahr 1703 und nicht 1702 an. Der Rechenweg: D (500)+II (2) + V (5) + L (50) + V (5) + I(1)+V(5) + I (1) + V(5)+I(1)+D (500)+V(5) +I (1) + V (5) + V (5) + C(100)+V(5) + D (500) + I (1) + I (1) + V (5) = 1703.
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Das Kollersteinmahlwerk, angetrieben vom Wasserrad des Forellenbaches. Foto: um 1949.
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Auch Frauen verrichteten damals harte Arbeit in der Ölmühle. Foto: 1949.
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Die Westseite der Ölmühle. Foto: 1936.
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