Auf dieser Ansichtskarte, die aus den 1930er Jahren stammt, ist die Stützmauer deutlich sichtbar. Sie erstreckte sich von der Klinik Blaß bis zur Höltkebruchstraße.

 

 

 

Fortsetzung:

 

In dieser Mauer befand sich ein Stein mit einer Inschrift. Sie gab Auskunft über das Alter und wahrscheinlich auch über den Erbauer der Mauer. Leider waren einige Buchstaben schon durch Verwitterung unleserlich geworden. Der Stein befand sich gegenüber dem Hause Böndel Nr. 128 (nicht mehr vorhanden). Er trägt die Jahreszahl 1712, die letzte Zahl ist allerdings ebenso unleserlich wie die letzten Buchstaben der beiden oberen Reihen.

Dazu schieb Dr. Großmann 1956:

In der obersten Reihe sind nur noch die beiden Buchstaben G L deutlich zu erkennen. Der dritte Buchstabe könnte aber ein F gewesen sein. Dann würde als Erbauer der Mauer der Schiffer Garlach Focke aus der Vlothoer Schiffergilde in Frage kommen, dessen Familie damals allein sechs Mitglieder in der 24 Mitglieder starken Gilde stellte.

Unklar bleibt noch die Lesung der zweiten Zeile, wo hinter DOT.. zwei Buchstaben fehlen. Es könnte „dotab" heißen und bedeutete dann „dotabat" oder ,,stiftete", zu ergänzen „diese Mauer".

 

 

 

Fast ist der gesamte Berghang einschließlich der Mauer abgetragen. Nur noch ein kleiner Teil, auf dem Fernseh-Meier 1977 sein neues Geschäftshaus errichtete, wird hier noch entfernt. Foto: 1972

 

 

Ein Vergleich zwischen dem Bild (ganz oben) stellt diese Aufnahme dar. Foto: 2010.

 

 

Wo sich bis 1972 die Böschungs-Stützmauer der Langen Straße befand, erstreckt sich heute eine moderne Geschäftsfront. Foto: 2010.