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heute noch besteht. Das Denkmal
als solches, das man nicht selten als eine
Miniatur-Nachbildung der Berliner Siegessäule
empfand, war aus einer über drei Meter hohen Sandsteinsäule
geformt, obenauf mit einer Nachbildung des Preußischen Adlers,
jenem unverwechselbaren staatlichen Wahrzeichen. Etwas unterhalb
war der Kopf des regierenden Königs Wilhelm I. als bronzenes
Relief dargestellt. Die Säule ruhte auf einem quadratischen
Sandsteinblock, der 1,20 Meter breit und 1,20 Meter hoch war.
Auf diesem Sockel waren u. a. auf zwei Tafeln aus schwarzem
Marmor eine Widmung für die Kriegsopfer. (Die beiden
angebrachten Gedenktafeln befinden sich nun am Ehrenmal an der
Burgstraße (siehe Bild unten)).
Im Oktober 1957
wurde das Kriegerdenkmal „zerlegt" und auf dem „Vogelbaum" an
der Burgstraße am Fuße des dort 1954 entstandenen Ehrenmals für
die Gefallenen beider Weltkriege wieder aufgebaut. Für diese
Entscheidung war der Gedanke bestimmend, so die Opfer aller
Kriege im 19. und 20. Jahrhundert symbolisch zu vereinigen. Nur
wenige Jahre später, nämlich 1969, wurde das Kriegerdenkmal
wegen angeblicher Baufälligkeit abgerissen. Der dafür genannte
Grund: Das Bauwerk hätte den Umzug nicht „vertragen", weil bei
der Wiederaufrichtung die letzte Gründlichkeit versäumt worden
sei.
Den Hintergrund
(siehe Bild oben) des Kriegerdenkmal-Bereiches bildeten - so die
Aufnahme aus dem Jahre 1897 - linksseitig das Fachwerkhaus Lange
Straße 137, in dem der Fabrikant Ferdinand Schütte eine namhafte
Waschmittelfabrik betrieb.
Im Fachwerkhaus auf
der rechten Seite mit dem hohen Baum davor hatte Josef
Berkenkopf eine Zigarrenkistenfabrik eingerichtet. Links davon
schlossen sich an: sein Wohnhaus und die Wohnhäuser von
Malermeister Ernst Iburg und Tischlermeister Wilhelm Pieper. Der
zwischen den Häusern hervorlugende Giebel war Bestandteil des
Fachwerkhauses, das von der Familie des späteren Kohlenhändlers Tölle bewohnt wurde.
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