Der Brink (Nähe Weserstraße)

 

 

Die Lange Straße in Vlotho war mal über Jahrhunderte hinweg die Hauptverkehrs- und Geschäftsstraße der Stadt - bei einer stetigen Länge von 1,5 Kilometer. Bis Mitte des vorigen Jahrhunderts hieß sie einfach nur „Die Straße". Andere irgendwie geläufige Straßenbezeichnungen gab es zuvor nicht. Die Vlothoer Einwohner unterteilten vielmehr von sich den Stadtbereich in Abschnitte. Beispielsweise unter den Bezeichnungen „Unter dem Oberge“, „Am Markt", „Vorm Graben“, „Am Brink“, „Tegelkamp“, „Koppelgarten“, „Unterm Hagen“.

 

Bevor man 1550 den Beschluss verwirklichte, „Die Straße" am Fuß des steilen Amthausberghanges zu bebauen, errichtete man dort aus Sicherheitsgründen zwei aus Bruchsteinen aufgeschichtete Mauerwerke. So entstanden der „Brink" gegenüber der Mühlenstraße und der „Brink" gegenüber der Einmündung zur Weserstraße. Der letztgenannte „Brink" dehnte sich etwa vom Haus Sitte bis nach dem Anfang vom Garzweg. Er wurde im Jahre 1905 abgetragen. Die dort vorhandenen Häuser wurden kurzerhand jeweils um ein Stockwerk nach unten erweitert. Die Abbildung aus dem

 

Der Brink 1903 an der Langen Straße (Weserstraße).

Früher hieß dieser Bereich, "Am Markt".

 

Jahre 1903 (siehe Foto) verdeutlicht das Verfahren vergleichsweise an der ursprünglichen Beschaffenheit des Hauses der Buchhandlung Sitte (1652 erbaut) und der nachbarlichen Häuser von Wenzel und Schröder, Hilsmann.

 

Der Bereich vor den Häusern hüben und drüben hieß ehedem „Am Markt". Die Bezeichnung basierte auf der Tatsache, dass der große Kurfürst dem Flecken Vlotho 1650 das Recht verliehen hatte, dort einen Wochenmarkt abzuhalten.