|
Fortsetzung
Reformiertes Pfarrhaus
Im 17. Jahrhundert befand sich in dem Hause eine Gastwirtschaft. 1782 wurden beide Gebäude von dem Kriegskommissar Delius für 1.100 Taler von der reformierten Gemeinde angekauft, die 1783 auf dem Gebiete der Scheune die Kirche erbaute. Das Wohnhaus blieb bis 1936 Pfarrhaus. Es wurde an die Kreissparkasse verkauft und von dem Erlös das Haus Grundmann an der Moltkestraße 2 als Pfarrhaus eingerichtet. Abgebrochen wurde das alte Pfarrhaus schon bald nach dem Verkauf (1939). Da aber der Neubau der Sparkasse verschoben wurde, entstand hier zunächst ein kleiner „Kurpark". Erst am 27.11.1957 konnte der Neubau der Kreissparkasse eingeweiht werden. Wo heute das Fachwerkhaus Langestraße Nr. 98 steht, stand früher ebenfalls ein Fachwerkhaus, das aber 1907 durch einen Neubau ersetzt wurde. Besitzer des neuen Hauses war Hermann Ludwig Wehrmann, der 1902 die „Germania-Drogerie" gegründet hatte. Später übernahm Theodor Schuckmann Haus und Geschäft, das 1976 den heutigen Anstrich bekam. Gleichzeitig trat der Apotheker Willi Koppelmeier als Pächter ein. Nach dem Tod von Theodor Schuckmann, verkaufte sein Sohn Manfred den Komplex an Fritz Fürhölter.
|
|
|
|
|
|
Germania Drogerie Schuckmann, rechts daneben Pfarrhaus der St.-Johannis-Kirche. Das Pfarrhaus wurde 1939 abgerissen. Foto: um 1935
|