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Eingangsbereich zum Stadtkern herauszustreichen.«
Das Fachwerkhaus, etwa ein Meter über dem
Erdboden auf einem Bruchsteinsockel errichtet, stammt aus dem Jahr 1671.
Bereits die Giebelfront macht Eindruck, doch weist der Experte auf
weitere Besonderheiten hin – so unter anderem auf die Inschriften. Ganz
oben ist zu lesen: »Gott allein die Ehre.« Über dem Erdgeschoss wiederum
steht geschrieben: »Der Engel des Herrn lagert sich darumb die Herr so
ihn fürchten und hilft ihnen aus.«
Viele Passanten werden die verschiedenen
Inschriften beim täglichen Vorbeigehen kaum wahrnehmen. Doch der
historische Blick, über den Dr. Malz verfügt, ist für jedes Detail
geschärft. Ein ganz besonderes Augenmerk richtet er auf die Füllbohlen.
Auf ihnen werden zwei Schlangen gezeigt, die mit einem Ring aneinander
gefesselt sind. Auf der rechten Bohle ist eine Weinranke mit Weinlaub
und Trauben dargestellt. Es geht um Sünde, um Fesseln, um den Weinberg
Gottes. Der Vlothoer: »In der ganzen Stadt Vlotho finden wir an keinem
Hause mehr eine derartige aussagekräftige Darstellung, ja nicht einmal
mehr verzierte Füllbohlen.«
Dr. Malz geht es um den Erhalt der
pittoresken Fassade. Das äußere Bild des Hauses müsse positiv
hergestellt werden, im Innern könne es entkernt und modernen Ansprüchen
angepasst werden.
Obwohl er weiß, dass das Geld knapp ist,
hofft er - auch unter Hinweis auf den Fremdenverkehr - auf ein
Engagement der Stadt. Wegen möglicher Zuschüsse könne sie sich an die
Deutsche Stiftung Denkmalschutz wenden.
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