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Das Geschäftshaus von Meyer zu Farwick am Sommerfelder Platz. Foto: 1975 Heute steht dort ein neu erbautes Ärztehaus.
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Leben und Wirken des Kaufmanns Franz-Leo Meyer zu Farwick
Eigentlich waren die ,,Weichen" anders gestellt: Seit Generationen hatten die Landwirte Meyer zu Farwick den bei Farwick nahe Osnabrück gelegenen Erb-Meyerhof bewirtschaftet. Franz-Leos Vater wurde in den 1920er Jahren Gutsverwalter der von Papenscher Besitzungen und entschloss sich 1931 nach VIotho in den Ruhestand zu gehen. So wurde die Familie hier ansässig. Franz-Leo erlernte nach dem Schulbesuch den Beruf des Eisenkaufmanns. Die berufliche Anfangszeit wurde durch die Verpflichtung zum Kriegsdienst für 4 l/2 Jahre unterbrochen. Meyer zu Farwick war 25 Jahre alt, als er am 1. Oktober 1947 in der „Schwarzmarktzeit" seinen Entschluss zur Selbständigkeit verwirklichte. Er übernahm mit einem Teilhaber das damalige Lebensmittel- und Hausratgeschäft Fürhölter in der Langen Straße, dessen Inhaber nicht aus dem Krieg heimgekehrt war. Alle Schwierigkeiten der Marktbewirtschaftung durch Bezugsscheine und Zuteilungskontingente und die Währungsreform wurden überwunden. Ende 1959 wurde der Geschäftserfolg durch „Fortuna - einen Lottogewinn von über 100.000 DM" untermauert. Der gewünschte Austritt des Geschäftspartners Heinrich Begemann konnte mit Eigenmitteln finanziert und 1960 auf dem Grundstück des früheren AOK-Gebäudes das große Geschäftshaus mit 44 Metern Schaufensterfront errichtet werden. Als Mieter im neuen Haus wurden die Commerzbank, die Barmer Ersatzkasse, Firmenbüros und eine Arztpraxis aufgenommen. Im Jahr 1977 beschäftigte Meyer zu Farwick 13 Mitarbeiter. Die weitere Geschäftsentwicklung wurde auch vom Junior Franz-Martin mitbestimmt, der seinen Berufsweg ebenfalls dieser Branche verschrieben hat. Franz Leo Meyer zu Farwick verstarb 1998 und sein Sohn Franz-Martin übernahm daraufhin die Geschäftsführung.
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