Stichwort Likörfabrik - Wilhelm (Willy) Sonntag

 

Fahrenbach und Sonntag waren verwandt. Die gemeinsame Destillation „Fahrenbach und Sonntag“ wurde hinter dem „Kaisersaal“ betrieben, wie es auch auf der seltenen Litho-Ansichtskarte zu sehen ist. Das Rezept für den damals bekannten Sonntagschen Boonekamp (siehe Foto) war geheim. Nach dem Verkauf der Gaststätte 1909 trennten sich beide und Willy Sonntag betrieb die Likörfabrik dann an der Langestraße Nr. 50 allein (siehe Foto). Sogar auf Gewerbeausstellungen wurde ausgestellt, wo u. a. auch der große Pavillon, der später zwischen Garzweg und Burgstraße auf dem Sonntagschen Grundstück platziert wurde, zum Einsatz kam.

 

 

Diese Vlothoer Ansichtskarte um 1900 zeigt die Destillation Fahrenbach & Sonntag an der Lange Straße / Mühlenstraße. Außerdem ist rechts die Gastwirtschaft von August Sonntag, die hier noch den Namen Kaisersaal trägt, zu sehen. Links unten der ehemalige Kaisersaal, der 1922 abgerissen wurde.

 

 

Haus Lange Straße Nr. 50. Hierhin verlegte Willy Sonntag 1909 seine Likörfabrik. Foto: um 1930.

 

 

Abbildung einer Flasche, wie sie in Geschäften und Gaststätten erhältlich war. Das Rezept hielt Willy Sonntag geheim.

 

 

Der große Pavillon von Willy Sonntag stand zuletzt am Garzweg, oberhalb der Nr.6.

 

 

Besuchs-Anzeige in Postkartengröße. Hiermit kündigte er beim Kunden sein Kommen an.

 

Eine Rechnung der Firma Willy Sonntag. Wie damals so üblich, war die Abbildung auf dem Rechnungskopf reichlich übertrieben.

 

 

 

Sogar auf Gewerbeausstellungen wurde ausgestellt. Wie hier in der Turnhalle der Bürgerschule an der Herforder Straße.

 

 

Der PKW von Willy Sonntag. Mit auf dem Foto ist links das Ehepaar Willy Sonntag mit seiner Frau Marie. Rechts daneben ist der bekannte Pastor Gerlach mit seiner Frau, zu denen ein verwandtschaftliches Verhältnis bestand. Bei dem Herrn am Steuer dürfte es sich um den Fahrer handeln, dessen Name nicht bekannt ist. Das Foto könnte um 1932 entstanden sein.