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Fortsetzung:
Das neue Städtische Gaswerk, das an der Rehmer Straße gebaut wurde, konnte am 4. Mai 1904 den Betrieb unter der Leitung von Herrn Schneider aufnehmen. 1927 wurde die Werksleitung von Paul Bätz übernommen, der im Werksleiterhaus an der Ecke Rehmer Straße/Sperlsiek wohnte und auch im Lagerkeller die Gas- und Wasseruhren verwaltete.Zur Gaserzeugung dienten Kohlen, die vom Kohlenhändler Carl Nolting mit einem Pferdegespann angeliefert wurden. Carl Nolting hatte seine Kohlenhandlung an der Langen Straße gegenüber dem Güterbahnhof. Nebenprodukte, die bei der Erzeugung anfielen, waren Koks, Teer und Ammoniakwasser. Charakteristisch für das Gaswerk waren die Gaskessel auf dem Werksgelände. 1934 stellte das Städtische Gaswerk die Leuchtgas*-Erzeugung ein. Stattdessen erfolgte nun die Versorgung durch Ferngas. Lieferant war die Westfälische Ferngas AG. Als auf Erdgas** umgestellt wurde, verschwanden auch die Gasometer, diese wurden später im November 1974 abgebrochen. Heute beliefern die RWE Essen Vlotho mit Erdgas.
* Leuchtgas ist giftig ** Erdgas ist ungiftig, stinkt aber grässlich - im Gegensatz zum früher verbreiteten und Kohlenmonoxid enthaltenden Stadtgas.
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Kleiner und großer Gasometer des Vlothoer Gaswerkes, an der Rehmer Straße. Im November 1974 verschwanden auch die Gasometer.
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Das Werksleiterhaus, Wohn-und Verwaltungshaus der Städtischen Gaswerke an der Rehmer Straße Nr. 5. Foto:1933 Hier, wo heute die Gleise der Deutschen Bahn verlaufen, stand von 1862 bis 1872 das erste Vlothoer Gaswerk
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Das Werksleiterhaus nach der Renovierung 1937. Am rechten Bildrand die LEUNA-Tankstelle, die von der Firma August Henke Vlotho Hünenburg betrieben wurde. Später wurde diese durch eine GASOLIN-Tankstelle ersetzt. Danach ging die Tankstelle an ARAL und wurde bis 1984 betrieben.
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Leuna war die Tankstellen- und Benzinmarke der Deutschen Gasolin AG, deren Anteilseigner u.a. die IG-Farben waren, deshalb das „IG“ im frühen Leuna-Logo. Später wurden Benzine und Öle hauptsächlich unter den Markennamen „Gasolin“, „Motanol“ und „Motalin“ vermarktet. Die Gasolin AG ging nach dem Krieg erst an die DEA und später an ARAL, bevor der Name endgültig Anfang der 70er Jahre verschwand. Rechts: Eine Leuna-Zapfsäule mit Handpumpe als Farbbild.
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