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Fortsetzung:
Im Jahre 1950 erwarb Helmut Finke
günstig eine Mechaniker-Drehbank und begann Mundstücke zu
drehen. Dazu kamen bald kleinere Reparatur-Aufträge an
Blechblasinstrumenten. Schon ein Jahr später baute er seine
erste Trompete aus alten Teilen. Und nun entschloss er sich
endgültig zum Aufbau einer Werkstatt und damit zur Herstellung
von hochwertigen Metallblasinstrumenten.
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Steigender Umsatz führte dazu, dass 1954 zwei Gesellen
eingestellt werden. Finke hat bereits einen Namen für den
Nachbau historischer Instrumente, das sind zunächst die
Renaissance-Tenorposaunen, dann auch engmensurierte B-Trompeten.
Zwischen 1955 und 1956 werden die Hoch-D und Hoch-F Trompeten
entwickelt und der Satz historischer Posaunen bis hin zur
Bassposaune komplettiert. In dieser Zeit wurden auch die ersten
Waldhörner und andere große |
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Horn |
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Blechblasinstrumente hergestellt. Im Jahre 1959 konstruierten
Helmut Finke und 0tto Steinkopf gemeinsam die runde
Clarintrompete. Zum Fertigungsprogramm gehört ab sofort auch die
Hoch-B-Trompete.
In
dieser ganzen Zeit war Finke noch als Berufsmusiker aktiv. Er
hatte sich inzwischen auf das Blasen hoher Trompetenpartien
spezialisiert. Mit seinem Freund Walter Holy und später Ingus
Schmidt bildete er das erste Trompeterterzett der „Capella
Coloniensis". Inzwischen waren in der Werkstatt bereits zehn
Mitarbeiter tätig. Durch den Zukauf neuer Maschinen und
Werkstatteinrichtungen waren 1958 und 1961 bereits
Erweiterungsbauten erforderlich geworden. Die steigende
Nachfrage nach Finke-Instrumenten und die ständige Verbesserung
der Fertigungstechniken erzwangen 1964 den Neubau einer
geräumigen Werkstatt. Sie wurde schließlich in Vlotho/Exter
errichtet. |
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Das
Waldhorn als technisch anspruchsvollstes Blechblasinstrument
hatte Helmut Finke immer schon fasziniert. Nun war sein
Entschluss gereift sich auf die Herstellung dieser Gattung zu
spezialisieren. Es gab zu dieser Zeit auch nur einen
Blechblasinstrumenten-Betrieb der von sich behaupten konnte
Hörner in 0rchesterqualität herzustellen. |
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Trompete |
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Finke
plante eine komplette Baureihe von Waldhörnern. So kam es zu
einer langjährigen Zusammenarbeit mit der
Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig, die ein
Institut für musikalische Grundlagenforschung unterhielt. Ab
1970 trug diese Zusammenarbeit erste Früchte: 1973 und 1974
waren die ersten Diskantdoppel- und Triplehörner entwickelt und
gefertigt. Es folgte eine ganze Reihe von Patentanmeldungen für
den Hörnerbau. Durch diese Patente konnten freilich auch die
anderen Blechblasinstrumente verbessert werden. |
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Waldhörner wurden nun neben
Trompeten und Posaunen zum Hauptprodukt der Fink'schen
Blechblas-Instrumentenschmiede und sie wurden technisch seither
immer weiter verbessert. Dabei war es Helmut Finke sehr wichtig
alle Bauteile für seine Instrumente im eigenen Hause
herzustellen, um die Qualität bis ins Detail unter Kontrolle zu
haben. Heute ist Finke – |
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Posaune
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zumindest in Deutschland – der
einzige Waldhorn-Hersteller der (bis auf die Produktion der
verwendeten Kunststoffe) auch Schallbecher, Ventilmaschinen und
alle anderen wichtigen Bauteile in eigener Regie fertigt.
Im Oktober 2009 verstarb Helmut
Finke im Alter von 86 Jahren. Seine Nachfolge tritt in Kürze
sein Sohn Johannes (geb. 1966) an. Heute (2010) beschäftigt die
Firma Finke fünf Personen.
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