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Diese Berufssoldaten waren keineswegs
alle Preußen. Denn das preußische Heer setzte sich damals nur zum Teil
aus Landeskindern zusammen. Es hatte zwar jedes Regiment einen
bestimmten Ersatzbezirk oder Kanton. Die für den Dienst vorgesehenen
Leute waren die Kantonisten, von denen es allerdings manche vorzogen,
sich der Dienstpflicht durch Flucht ins benachbarte Ausland, z. B.
Lippe, zu entziehen. Aus diesem Ausland, d. h. den anderen deutschen
Ländern, stammten die angeworbenen Soldaten und die meisten der Vlothoer
Invaliden. Als ihre Heimatorte werden genannt: Hannover, Hunteburg,
Jena, Weimar und Wertheim.
Völlig unklar sind die wirtschaftlichen
Verhältnisse dieser alten Soldaten, so z. B. die Höhe ihrer Löhnung.
Vermutlich hatten sie, soweit sie dazu noch in der Lage waren, noch eine
Nebenbeschäftigung. Genau wissen wir das nur von der Frau des
Unteroffiziers Vogel, die aus Stuttgart stammte und am 16. 8.1801 abends
durch einen Sturz von der Treppe ums Leben kam. Sie beschäftigte sich
nämlich mit „Wicken*** und Wahrsagen", was sie noch am Nachmittag vor
ihrem Tode getan hatte, wie der Pfarrer im Kirchenbuch vermerkte.
Dr. Großmann
* Musketiere waren im Laufe des
16. Jahrhunderts bis Ende des 17. Jahrhunderts schwerbewaffnete
Fußsoldaten und Teile der Kavallerie. Benannt wurden sie nach ihrer
Waffe, der Muskete.
** Im
Militär wurde früher als Gemeiner bezeichnet, wer dem Kriegsvolk als
dienstgradloser einfacher Soldat angehörte. Die Bezeichnung war vom 18.
bis ins 20. Jahrhundert üblich.
*** Ob das Wort „Wicken" in
der hiesigen Mundart heute noch gebraucht wird ist fraglich. Im
Mittelhochdeutschen bedeutete es: zaubern oder wahrsagen.
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